ETHOS.talk-10@StMarienLiebfrauen

Frontispiz von Thomas Hobbes »Leviathan« (1651), Ausschnitt

Robert Caspar Müller, Vortrag: Samstag, 29. Juni 2019, 16:00 - 17:00 h

Von Homo Sapiens bis Homer Simpson: Menschenbilder als produktive Fiktionen

Rittersaal, St. Marien Liebfrauen, Wrangelstr. 50/51, 10997 Berlin

Menschenbilder sind Vorstellungen, sie sich Menschen von Menschen machen. Sie dienen seit der Antike als eine Grundlage für Politik und Rechtsprechung und spiegeln bestimmte Überzeugungen, die den Anspruch auf Wirklichkeit in sich tragen. Auch heute werden in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik Menschenbilder vorausgesetzt, um bestimmte Interessen, Maßnahmen und Entscheidungen zu legitimieren. Als Beobachter der Beobachter des Menschen geht der Vortrag der Frage nach, wie diese Menschenbilder theoretisch konstruiert und praktisch in Dienst genommen werden.

Robert Caspar Müller promovierte an der Universität der Künste Berlin und unterrichtet dort im Studiengang Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation. Er forscht und publiziert zu Fragen der zeitgenössischen Konsumkultur, Warenästhetik und Verbraucherpolitik. Darüber hinaus ist er Mitgründer eines Instituts für Auftragskommunikation und Partner bei der Managementberatung venn Business Design.

ETHOS.talk-09@StMarienLiebfrauen

Joulia Strauss: »BlackRock Protest Semester« (2018)

Joulia Strauss, Lecture: Saturday, 12th January 2019, 17:00 - 18:00 h

On ΗΘΟΣ as Main Value of Art in the 21rst Century: Avtonomi Akadimia

Rittersaal, St. Marien Liebfrauen, Wrangelstr. 50/51, 10997 Berlin

Avtonomi Akadimia is a free access intercultural university active in Athens since 2015. It practices the free sharing of knowledge by inviting artists, philosophers, scientists, and activists to be involved in long-term deep exchanges with a world-wide community of participants. Avtonomi Akadimia operates on / in the topos of origin of the western pedagogy, that is, in the original garden of Plato’s Academy, Akadimia Platonos, an archaeological site in Athens. But here, we overcome the division of our society into classes and the separation of the episteme into disciplines. We decenter and intertwine incommensurable paths of knowledge, elaborate an environmental vocabulary for art and politics, heal, sing, plant, dance, draw posthuman portraits, reunite with the »critical zone« (Latour’s Gaia), and furtherdevelop abandoned, forbidden, marginalized, discredited, and peripheral knowledge systems.

Joulia Strauss will unfold Avtonomi Akadimia into the Ethos talk. This will take different forms, including sudden performances and other practices of spiritual stimulation.

We would like to invite everybody whose work is concerned with these questions. Especially researchers, scholars, students, business people, artists, religious people, clergy, mothers, fathers, sisters and brothers. Regardless of belief, conviction, profession. Talk will start and end with prayer.

Menschenbilder sind Vorstellungen, sie sich Menschen von Menschen machen. Sie dienen seit der Antike als eine Grundlage für Politik und Rechtsprechung und spiegeln bestimmte Überzeugungen, die den Anspruch auf Wirklichkeit in sich tragen. Auch heute werden in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik Menschenbilder vorausgesetzt, um bestimmte Interessen, Maßnahmen und Entscheidungen zu legitimieren. Als Beobachter der Beobachter des Menschen geht der Vortrag der Frage nach, wie diese Menschenbilder theoretisch konstruiert und praktisch in Dienst genommen werden.

Robert Caspar Müller promovierte an der Universität der Künste Berlin und unterrichtet dort im Studiengang Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation. Er forscht und publiziert zu Fragen der zeitgenössischen Konsumkultur, Warenästhetik und Verbraucherpolitik. Darüber hinaus ist er Mitgründer eines Instituts für Auftragskommunikation und Partner bei der Managementberatung venn Business Design.

ETHOS.talk-08@StMarienLiebfrauen

Francisco de Zurbarán: »Agnus Dei« (1635-40)

Michael Schiessl, Vortrag: Samstag, 08.September 2018, 16:00 – 17:00 Uhr

Wie dem Adler erneuerst Du mir die Jugend

Rittersaal, St. Marien Liebfrauen, Wrangelstr. 50/51, 10997 Berlin

Zu Anfang des Jahres war Michael Schießl für ETHOS.berlin in Kalifornien und China, Zentren des digitalen Aufbruchs und der Erneuerung.

Er besuchte in Los Angeles, San Francisco, Peking und Shanghai Unternehmen, Universitäten und Kirchen und ging der Frage nach, ob und was sich aus dem dort ablaufenden Begehren für die Situation in Kreuzberg ableiten lässt. Im Talk präsentiert er die gewonnenen Impressionen und Insights, weiter stellt er die Ergebnisse der Begleitforschung und Interviews mit Tom Peterson, dem Macher von “Catholics Come Home”, einer in den USA umgesetzten Werbung für den Glauben, vor.

Im Anschluss an den Vortrag sind die Teilnehmer herzlich zur Andacht eingeladen.

Michael Schießl ist Diplom-Psychologe und Geschäftsführer der 1999 in Berlin von ihm mitgegründeten eye square, einem führenden Anbieter für Technologie unterstütze Marktforschung im digitalen Heute.

Er arbeitet, forscht und publiziert zu User Experience, impliziten Methoden und Werbung, unterrichtet an Universitäten, ist BVM Fachvorstand, beschäftigt sich bei ethos mit dem Thema Leadership, sammelt Kunst und berät als Business Angel Start Ups.

ETHOS.talk-07@StMarienLiebfrauen

Kveta Kazmukova: »Taxi Driver I« (2018)

Kveta Kazmukova, Vortrag: Samstag, 01. September 2018, 16:00 – 17:00 Uhr

Nachfolge des Bräutigams

Rittersaal, St. Marien Liebfrauen, Wrangelstr. 50/51, 10997 Berlin

Mit dem Auftrag von ETHOS.berlin aktuelle Ansichten des Mannes für die Gebetsnacht zum Heiligen Josef zu gestalten, begab sich Kveta Kazmukova zu Beginn dieses Jahres nach Ägypten. Die Betrachtung und mehr noch die Abbildung des Mannes erwies sich, unter den gegenwärtigen kulturellen und politischen Bedingungen Ägyptens, dem Land der heiligen Familie und des Heiligen Josefs, als eine herausfordernde Aufgabe. An einigen der sakralen und profanen Orte gelangen dennoch außergewöhnliche und überraschende Wahrnehmungen.

Der Vortrag ist Ergänzung und Fortsetzung der Betrachtung über die Ästhetik des Heiligen Johannes von Damaskus.

Kveta Kazmukova beschäftigt sich mit Skulptur, Rauminstallation, Ikonen, und Zeichnung. Sie stammt aus der Slowakei, lebt in Berlin, studierte an der Akademie der Künste in Bratislava, an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und zur Zeit an der Humboldt Universität.

ETHOS.talk-06@StMarienLiebfrauen

Neue fromme Kunst ! . ? - : 1

Kveta Kazmukova: »Vögel« (2016)

Am Freitag, 3. November 2017 um 19:30 Uhr im

Rittersaal, St. Marien Liebfrauen, Wrangelstr. 50/51, 10997 Berlin

geht Robert Eberhardt auf Spurensuche nach dem Geheimnis und dem Sakralen in der zeitgenössischen Kunst. Er spricht unter anderem über Werke von Kveta Kazmukova und Michael Triegel.

Die geistigen Strömungen des letzten Jahrhunderts, etwa in der Philosophie, den Neurowissenschaften und interessanterweise auch in der Theologie, versuchten Kunst aus der Abhängigkeit der Sprache, der Tradition und des Notwendigen zu befreien. Sie eröffneten damit die Möglichkeit einer unabhängigen Erfahrung im Moment der ästhetischen Wahrnehmung.

Damit konnte die Berührung mit Kunst echt und frei werden, eine Freude der Entdeckung des Neuen und Schönen, eine Stimulierung des Nachdenkens, ein Begreifen des Mysteriums und schließlich ein erhöhtes Vergnügen und Verständnis im Empfinden.

Unsere Gegenwart, die man als das „Digitale“ bezeichnen kann, ist mit ihren durch Daten unterstützen Entscheidungsprozessen und einer global ermöglichten, polarisierten und verstärkt stattfindenden Kommunikation im hohen Maße abstrakt und gleichzeitig bildhaft / ästhetisch.

Der Kontakt mit diesen digitalen Eindrücken wird allerdings seltener als autonomer Akt der Wahrnehmung, sondern öfter als fremdgesteuerter Ansturm zusammenhangloser Reize empfunden. So wächst in der Turbulenz der Datenströme eine tiefe Sehnsucht nach der freien Berührung. Gerade jetzt herrscht daher ein hohes Interesse an Kunst. Der Kunst steht ein neuer Überfluss und Reichtum an Formen und Gegenständen zur Verfügung. Die Kunst genießt erneut die Freiheit, die Schönheit der göttlichen und weltlichen Wirklichkeit darzustellen.

Diese Konstellationen stellen Fragen und eröffnen neue Ausblicke und Herausforderungen. Das ist aufregend und spannend. Im Rahmen der Reihe „Neue fromme Kunst“ wollen wir diese Vorgänge untersuchen und betrachten.

Robert Eberhardt (geboren 1987), Kunsthistoriker, Verleger des Wolff Verlages und Galerist in Berlin.

ethos ist eine Plattform, die um die Erforschung und Übung von menschlichen Fähigkeiten wie Führung, Veränderung und Widerstand kreist und darauf zielt, Basics wie Freiheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit in der digitalen Gegenwart zu leben. Im Besonderen geht es um die Verbindung von Gebet, Ökonomie und Ästhetik.

ETHOS.talk-03-04-05@Rittersaal.MarienLiebfrauen

Ethos & Ästhetik

In den nächsten Talks geht es um den Zusammenhang von Ethos und Ästhetik. Eine Künstlerin, ein Kommunikationsexperte und eine Germanistin behandeln Fragen nach der Form und Gestaltung von Wahrheit, Unsicherheit und Abweichung.

Kveta Kazmukova, Vortrag: Samstag, 17. Juni 2017, 16:00 – 17:00 Uhr

Of Likes & Looks. Über die Bedeutung der (wahren) Bilder & die Ästhetik des hl. Johannes von Damaskus

Rittersaal, St. Marien Liebfrauen, Wrangelstr. 50/51, 10997 Berlin

Kveta Kazmukova beschäftigt sich hauptsächlich mit Skulptur, Rauminstallation, Ikonen, und Zeichnung. Sie stammt aus der Slowakei, lebt in Berlin, studierte an der Akademie der Künste in Bratislava, an der Kunsthochschule Berlin Weißensee, und zur Zeit an der Humboldt Universität.

Ihre Arbeiten kreisen um die empirische Kontingenz des Aufmerksamkeitsmoments und dessen profaner und sakraler Bedeutungszuweisung durch die Unterschiedlichkeit der westlichen optischen und der östlichen semantischen Perspektive. In der Darstellung und Betrachtung etwa der Ikone gelingt ihr eine atemberaubende gleichschwebende Ästhetik des transzendent Schönen, die zutiefst arm und vollkommen reich zugleich erscheint.

Jürgen Schulz, Vortrag: Samstag, 24. Juni 2017, 16:00 – 17:00 Uhr

Metamorphosen der Unsicherheit – Krieg und Terror als kommunikative Herausforderungen

Rittersaal, St. Marien Liebfrauen, Wrangelstr. 50/51, 10997 Berlin

Jürgen Schulz unterrichtet und forscht als Professor für strategische Kommunikationsplanung im Studiengang Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin. Seine Schwerpunkte sind u.a. Krisenkommunikation, Repräsentation und Führungskräftekommunikation. In seiner praktischen Arbeit wendet er Spiele, sogenannte War Games an, diese dienen als Krisen und Kommunikationstraining in führenden nationalen und internationalen Unternehmen.

Harriet Margaret Hamilton Murphy, Vortrag: Samstag, 01. Juli 2017, 16:00 – 17:00 Uhr

Wie sollten wir mit dem Erbe Martin Luthers umgehen am Ende der Lutherdekade? Ökumene und Moderne für das 21. Jahrhundert

Rittersaal, St. Marien Liebfrauen, Wrangelstr. 50/51, 10997 Berlin

Harriet Margaret Hamilton Murphy promovierte im Fach Vergleichende Literaturwissenschaft und Germanistik an der Universität Oxford und unterrichtete als Professorin in Irland und Großbritannien, ist vielfach wissenschaftlich publiziert und schreibt ihren ersten Roman auf Deutsch zum Thema Martin Luther. Der Roman ist eine Aktualisierung der derzeitigen Kenntnisse über Luther und bietet Stoff zum Streit in einer streitschwachen Kultur.

ETHOS.talk-02@Rittersaal.MarienLiebfrauen

Ethik und menschliche Natur
oder
“Gibt es gute Gründe Gutes zu tun”

Gerhard Scharbert, Vortrag: Samstag, 11. März 2017, 14:00 – 15:30 Uhr

Rittersaal, St. Marien Liebfrauen, Wrangelstr. 50/51, 10997 Berlin

Leibniz und Kant haben es unternommen, Naturerkenntnis und sittliches Handeln auf eine gemeinsame Basis zu gründen. Heute, da Moral vor allem als ein relatives, kulturelles Phänomen abgetan wird, das man gern auch ausschließlich der religiösen Sphäre zuordnet, lohnt ein Blick auf die philosophischen Begründungen autonomer und universaler Ethik. Der Vortrag versucht, einen Überblick über die wichtigsten damit im Zusammenhang stehenden Fragen zu skizzieren, die mittlerweile auch von Biopsychologie und Neurowissenschaften aufgenommen werden.

Dr. Gerhard Scharbert, gehört zu den renommiertesten und innovativsten Kulturwissenschaftlern in Berlin und ist aktuell Fellow am Exzellenzcluster “Bild-Wissen-Gestaltung”. Er promovierte mit einer Arbeit über die Zusammenhänge von experimenteller Psychiatrie und moderner Ästhetik bei Friedrich Kittler. U.a. war er 2014 auf der auf der Shortlist für den Humboldt-Preis für gute Lehre.

Die Teilnehmer werden gebeten, sich im Vorfeld lebenspraktisch mit dem Thema auseinanderzusetzen, und sind eingeladen, ihre eigenen Perspektiven in die Diskussion einzubringen.

Der Vortrag findet im Rittersaal von St. Marien Liebfrauen statt, beginnt und endet mit Gebet. Im Anschluss sind die Teilnehmer herzlich zur Marienandacht und im Monat März auch zur Andacht an den heiligen Josef eingeladen. Angesichts neuerwachender nationaler Egoismen empfehlen wir die Andacht dem Frieden und dem Schutz für die orientalischen Kirchen zu widmen.

Talk is in German, English translation will be provided.

ethos ist eine Plattform, die um die Erforschung und Übung von menschlichen Fähigkeiten wie Führung, Veränderung  und Widerstand kreist und darauf zielt, Basics  wie Freiheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit in der digitalen Gegenwart zu leben. Im Besonderen geht es um die Verbindung der spirituellen, ökonomischen und ästhetischen Perspektive.

Wir adressieren: Wissenschaftler, Studierende, Arbeiter, Künstler, Unternehmer, Future Leaders; unabhängig von Glauben, Überzeugung und Tätigkeit. Wir richten uns an alle, die nach der Stärke des Denkens suchen, die nach etwas Neuem streben und frei und ohne Furcht Fragen stellen: „Warum ist dieses und warum jenes? Wie kann es werden?“

Adresse:

St. Marien Liebfrauen
Rittersaal
Wrangelstr. 50/51
10997 Berlin

eMail: info AT ethos.berlin

ETHOS.talk-01@Rittersaal.MarienLiebfrauen

“Why do (good) people turn evil?”

Dominik Ćepulić, Lecture: Sat, 22nd Octobre 2016, 13:00 – 14:30 h

Rittersaal, St. Marien Liebfrauen, Wrangelstr. 50/51, 10997 Berlin

Dominik Ćepulić, a trained psychologist from the University of Zagreb is currently writing his dissertation in cognitive psychology at Humboldt University Berlin about facial recognition and memory. Ethos.talk is a series of lectures addressing central questions of human experience: e.g. justice, fulfilment, success and this with a focus on their treatment within current discourses in neuro cognition, behavioural economics, aesthetics and related fields. Pope Benedict XVI and Pope Francis have attacked some tendencies in current science and coined the expression “pensiero debole”, weak thinking, suppression of the free mind. We hence try to make a difference and raise basic questions: Why is this and why is that as free women and free men in the Spirit of the Salvator Mundi Jesus Christ. We would like to invite everybody whose work is concerned with these questions. Especially researchers, scholars, students, business people, artists, religious people, clergy, mothers, fathers, sisters and brothers. Regardless of belief, conviction, profession. Talks will start and end with prayer.